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UPCOMING: curated by João Laia
Threesome (magnetic fields)
Threesome (magnetic fields)
Joana da Conceição and Joana Escoval
curated by João Laia
Opening Weekend: 11.9. – 13.9.2026
Festival: 15.9. – 17.10.2026
This exhibition is part of the curated by festival.
Die Ausstellung vereint die künstlerischen Positionen von Joana da Conceição und Joana Escoval, zwei Künstlerinnen, deren Arbeiten die Grenzen menschlicher Wahrnehmung, Sinneswahrnehmung und des Bewusstseins ausloten.
Conceição schafft in ihren Arbeiten einen Dialog zwischen Bild und Klang, der häufig die Form immersiver Installationen annimmt. Entwickelt aus Farbe, Licht, akustischen Rhythmen und sich drehenden Mustern, hinterfragen diese audiovisuellen Räume die Vorstellung, dass das Auge einen zentralen Zugang zum Verständnis der Realität darstellt. Vielmehr laden sie dazu ein, sich der Welt auf offenere, ganzheitlichere und sinnlichere Weise anzunähern.
Joana Escoval arbeitet mit einem erweiterten Skulpturbegriff, um über unser Verhältnis zur Welt nachzudenken. Ihre Arbeiten entfalten sich in an Konstellationen erinnernden Anordnungen von Elementen, die an Energieleiter, Schaltkreise oder Energiebahnen erinnern können. Auf diese Weise begreift Escoval das Leben als ein miteinander verbundenes Geflecht aus Kräften und Synergien. Ihre subtilen und zugleich kraftvollen Gesten lenken die Aufmerksamkeit auf die oft unsichtbaren Kräfte, die das Leben auf unserem Planeten prägen.
Ausgehend vom Verständnis des menschlichen Körpers als durchlässig und verbunden, anstatt als isoliert und in sich abgeschlossen, schafft Threesome (magnetic fields) ein relationales System zwischen zwei künstlerischen Positionen. Gemeinsam bilden die Arbeiten einen Erfahrungsraum, der dazu einlädt, unsere Wahrnehmungsfähigkeiten zu erkunden und zu erweitern.
Bilder, Körper und Klänge erzeugen gemeinsam einen Raum des kontinuierlichen Wandels, vergleichbar mit magnetischen Feldern in einem Prozess alchemistischer Transformation. Klang ist dabei die zentrale Kraft, die die gesamte Ausstellung durchdringt und eine Landschaft mit kosmischen Zwischentönen formt, in der sich das Mikro, das Makro und das Pixelhafte ineinander übergehen. Die Anziehungskraft jedes einzelnen Elements erzeugt eine Bewegung der Annäherung und des ineinander verschlungenen Spiels und lädt dazu ein, sich von festgelegten oder erstarrten Formen des Erlebens zu lösen.
Escovals Antennen aktivieren Conceiçãos traumartige Landschaften und treten in Verbindung mit den satellitenähnlichen im Raum kreisenden Körpern.
Gleichzeitig bilden die wiederkehrenden Strukturen des Klangs und seines Apparats ein akustisches Mandala, das die elektrischen Schwingungen des Herzschlags eines Pferdes widerhallen lässt. In diesem Kontext erscheint Introspektion nicht als Isolation, sondern als Dynamik der Verbindung und Erweiterung, vergleichbar mit dem Atmen, das gleichermaßen nach innen als auch nach außen gerichtete Bewegungen voraussetzt.
In diesem transitorischen Raum weichen etablierte Unterscheidungen wie Selbst und Anderes, Innen und Außen, Horizontales und Vertikales, Abstraktes und Gegenständliches oder Statik und Bewegung einer sinnlichen Erfahrung der tiefen Verbundenheit aller Dinge. Threesome (magnetic fields) eröffnet einen Raum für intuitive Formen der Auseinandersetzung mit der Welt und damit für eine Verbindung zu ihr und bietet eine affektive Feier der lebendigen Vielschichtigkeit des Universums.
- João Laia